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Hauptbereiche der Wirtschaft Russlands Den bedeutendste Sektor der Wirtschaft Russland stellt das produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe mit 38,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) dar. Der hierin enthaltene Energiebereich bildet dabei die gesamtwirtschaftlich wichtigste Branche. Das verarbeitende Gewerbe trug 18,8% zum BIP bei; gefolgt von Handel, Gastgewerbe und Verkehr mit 29,9%. Des Weiteren zu nennen sind sonstige öffentliche und private Dienstleistungen mit 27,2% des BIP sowie der Baubereich mit 5,8%. Der Agrarsektor trägt offiziell nur 4,8 % zum BIP bei; jedoch wird ein erheblicher Teil der landwirtschaftlichen Güter allerdings auf privaten Garten- und Wochenendgrundstücken erzeugt und fließt nicht in die Statistik ein.
Für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung Russlands sind vorrangig die umfassende Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen, Investitionen in die veraltete Infrastruktur sowie eine Diversifizierung der Wirtschaft in Angriff zunehmen.
Die soziale Lage in dem Lande ist einerseits vom Anstieg der Löhne und Renten, aber auch der Lebenshaltungskosten gekennzeichnet. Andererseits bestehen große Einkommensunterschiede deren Schere sich in den vergangenen Jahren sogar weiter öffnete. Die Arbeitslosenquote war mit 7,2% im Jahr 2006 und knapp 6% in 2007 relativ niedrig.
Seit dem Ende der Sowjetunion ist die Lebenserwartung der Bevölkerung kontinuierlich gesunken. Sie liegt für Männer mit 58,9 Jahren sogar unterhalb des Renteneintrittsalters (60 Jahre). Für Frauen liegt die Lebenserwartung bei 72,4 Jahren (Renteneintrittsalter: 55 Jahre). Die Bevölkerung ging 2006 um 0,34% auf 142,8 Mio. Einwohner/innen zurück und für 2007 ist einem weiteren Rückgang der Bevölkerung zu rechnen. Und dieser Trend gilt trotz des immer noch anhaltenden Zuzuges von Personen zumeist russischer Nationalität aus den mittelasiatischen Republiken sowie von Arbeitssuchenden aus den GUS-Ländern. Die obligatorischen Sozialversicherungssysteme (Rente, Sozialversicherung, Krankenversicherung) werden über eine sog. einheitliche Sozialsteuer, die maximal 35,6 % des Bruttolohnes betragen kann und durch die Arbeitgeberseite zu entrichten ist, sowie aus Haushaltsmitteln der Russischen Föderation finanziert. Das Gesundheitssystem bietet ärztliche Behandlung offiziell kostenfrei an. Da die Einkommen des medizinischen Personals vergleichsweise niedrig sind, sind Patienten/innen gezwungen, regelmäßig Zuzahlungen leisten, um angemessen und zeitnah behandelt zu werden.